Litauen verbietet Unterricht über Homosexualität

Nach einem Bericht von Spiegel Online wurde in Litauen mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, dass verbietet, dass in öffentlichen Eintrichtungen, zu denen auch Kinder und Jugendliche Zutritt haben, künftig nicht mehr über Homosexualität geredet werden.

Die Liberalen Schüler NRW verurteilen dieses Gesetz. Wir denken, dass dieses Gesetz ein unhaltbarer Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist. Die sexuelle Neigung eines Menschen muss seine eigene Entscheidung sein und das Sprechen darüber darf nicht verboten sein.

Gerade in der Jugend, die zu großen Teilen in der Schule stattfindet, sollte es das Normalste der Welt sein, darüber reden zu dürfen. Wenn ein Staat dies seinen Bürgern verbietet, ist das ein grober Verstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung, der in einer Demokratie nicht geduldet werden darf.

Deshalb appellieren die Liberalen Schüler an die Europäischen Union, zu diesem Thema Stellung zu nehmen und die litauische Regierung zu einer Änderung dieses Gesetzes aufzufordern.

Warum die Liberalen Schüler gegen den Bildungsstreik sind

In diesen Tagen streiken bundesweit Schüler und Studenten. Diese von linken Gruppen organisierten Demonstrationen fordern eine bessere Bildungssituation in Deutschland. Weder die Liberale Hochschulgruppe noch die Liberalen Schüler beteiligen sich an diesen Streiks. Sind sie etwa nicht für eine bessere Bildung?

Natürlich fordern auch wir eine deutliche Besserung im deutschen Bildungssystem. Schließlich ist Bildung der einzige wirkliche Rohstoff, den wir in der Bundesrepublik noch haben. Dennoch streiken wir in diesen Tagen nicht. Im Gegenteil, wir distanzieren uns sogar davon. Wir haben den Eindruck, dass viele der Streikenden nur streiken um zu streiken bzw. um Krawall zu machen.

Auch heute hat man gesehen, dass dies leider nicht nur eine Befürchtung ist. In Mainz stürmten Demonstranten das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtages, wo sie eine Spur der Verwüstund zurückließen. Ausgerechnet in einem Bundesland, in dem es weder das achtjährige Gymnasium noch Studiengebühren gibt. Wie kann man diese Krawalle also gutheißen?

Deshalb halten wir uns aus den Streiks raus. Wir möchten lieber auf legalem Weg – als Schüler hat man nämlich gar kein Streikrecht, es ist nur eine Verschwendung von Steuergeldern – die Situation von Schülern zu verbessern.

Wir sehen keine Alternative im Bologna-Prozess und somit begrüßen wir auch das Abitur nach zwölf Jahren. Aber wir fordern ebenso eine sinnvolle Kürzung des Lernstoffes, da es natürlich klar ist, dass man nicht exakt den gleichen Stoff in acht Jahren durchnehmen kann, für den man vorher neun Jahre gebraucht hat. Hier könnte man beispielsweise auf Teile des Spiralsystems (z.B. man muss jedes Jahr Geometrie machen, nur auf einem gesteigerten Niveau) verzichten.

Ebenso ist klar, dass auch mehr Geld investiert werden muss. Die meisten Schulgebäude haben eine dringende Sanierung nötig – doch was bringen die besten Schulgebäude, wenn man nicht genug Lehrer hat, die darin unterrichten?
Deshalb fordern wir die Besetzung aller freien Lehramtsstellen durch die Landesregierung. Anreize für Lehrer könnten etwa durch eine konsequente Verbeamtung geschaffen werden. Außerdem muss die derzeit gängige Praxis mit Entlassungen vor den Sommerferien und Wiedereinstellungen derselben Personen, nur um in dieser Zeit Kosten einsparen zu können, beendet werden.

Dafür treten wir bei den JuLis und der FDP ein. Aber nicht mit einem Streik.